Dienstag, 10. Februar 2009

 

Borgholzhausen. »Sozialdemokratisches Urgestein« wurde jetzt beim Empfang der Sozialdemokraten Borgholzhausens für jahrzehntelange Arbeit in der Partei und für Stadt und Bürger geehrt. Kreisvorsitzender Hans Feuß gab einen ersten Ausblick auf den zu erwartenden Wahlkampf im Superwahljahr 2009. Für ihn ist die SPD Pium gut aufgestellt und er fordert, der Norden des Kreises Gütersloh müsse noch roter werden.

 

Nach der Begrüßung durch den Ortsparteivorsitzenden Harald Meierarnd übernahm es Karl-Dieter Menke, der selber seit Jahrzehnten im Rat arbeitet, Bernd Huesmann und Dr. Hans Hauck für ihre 40-jährige Mitgliedschaft und Ulrich Bergfeld und Rolf Pahl für 25 Jahre in der SPD zu ehren. Von 1969 bis 89 war Dr. Hans Hauck im Rat, Bernd Huesmann von 1969 bis 98, war auch Bürgermeister in dieser Zeit, hatte sich mit Friedrich Frewert von der CDU eine Legislaturperiode geteilt. Rolf Pahl ist seit 1984 und immer noch dabei und Ulrich Bergfeld von 1984 bis 94. Es gab eine Zeit, erinnert sich Menke, da waren sie alle zusammen im Rat. Und die Zeit, als Bernd Huesmann Bürgermeister war, sei die erfolgreichste und turbulenteste gewesen. Aber man hätte da auch ein breites Kreuz und ein dickes Fell haben müssen. 1969 habe es einen Einschnitt in der Piumer Kommunalpolitik gegeben. Da seien sie als junge Männer in die Politik gegangen, hätten den Sport auf ihre Fahnen geschrieben. Zehn Jahre später war dann die Großsporthalle fertig. Mit dem Stadion hat es dann ja noch Jahrzehnte zäher Diskussionen gedauert. Doch auch sonst habe man mit der SPD-Fraktion einiges bewegt, das Beleg-Krankenhaus wurde wegen untragbarer Kosten geschlossen, das neue Alten- und Pflegeheim gebaut, das sei ein echter Kampf gewesen. Die vier Jubilare hatten jeder seinen eigenen Bereich und haben dort die Interessen der Menschen und Bürger von Borgholzhausen im Stadtrat wahrgenommen. Anschließend zitierte Menke ein Wort von Bernd Huesmann, das er als scheidender Bürgermeister dem Rat mit auf den Weg gegeben hatte. Er beschwerte sich darüber, dass zu viel geredet wurde, ohne etwas zu sagen und man sich die Fähigkeit bewahren sollte, Gedanken auszutauschen.

 

Er habe sich mit Bernd Huesmann immer gut verstanden, blickte Menke zurück. Und in der Bevölkerung habe er mehrfach über den Bürgermeister Huesmann gehört: „Das ist ein ordentlicher Kerl.“ Diesen Satz könne man auch über die drei anderen sagen, das seien alles »ordentliche Kerle«. Diesem ausführlichen Dank für eine Generation von Kommunalpolitikern, die das politische Leben in der Lebkuchenstadt geprägt haben, schloss sich Parteivorsitzender Harald Meierarnd an. Trotz noch nicht festgelegter Wahltermine habe sich die SPD Pium bereits festgelegt: Sie unterstützt Klemens Keller als Bürgermeister und Karl-Dieter Menke wird im Kreistag für die SPD eine weitere Periode mitarbeiten. SPD-Kreisvorsitzender Hansi Feuß fand es schön, im Norden des Kreises zu sein, weil hier der SPD-Anteil im Gegensatz zum Süden sehr hoch sei. In Borgholzhausen gebe es nicht nur ordentliche Kerle, sondern auch ordentliche Frauen. Und mit einem Blick auf alte Fotos auf Wahlprospekten: „Mensch Dieter, du hast ja früher eine Matte gehabt.“ Auch er schaute auf der politischen Bühne kurz zurück und lobte die ordentlichen Kerle. Insbesondere Uli Bergfeld, der 2006 einen gesundheitlichen Rückschlag erlitt, wünschte er noch viel Freude am Leben. Die SPD müsse eine Volkspartei bleiben, die sich um alle Leute kümmert. „Wir müssen unsere Stärken stärken und unsere Schwächen schwächen“, zitierte er Johannes Rau. Und das heiße, dass der Norden noch roter werden müsse. Und man müsse sagen, was man tut und dann auch tun, was man sagt. Für den Wähler also Zuverlässigkeit bringen.

 

Quelle Lokalnachrichten: Haller Kreisblatt

 

Mittwoch, 18. März 2009

 

Borgholzhausen (anke). Recht zufrieden schaut die Borgholzhausener SPD auf das Jahr 2008 zurück. Auf Erfolgen ausruhen wollen sich die Sozialdemokraten aber nicht, auch für das Jahr 2009 hat man große Ziele. Die SPD will der soziale Motor in Borgholzhausen bleiben.

 

 

 

 

Drei große Punkte sind es, die die SPD in Pium in diesem Jahr voranbringen will. „Das ist zunächst einmal das Thema Sporthalle“, berichtete Fraktionsvorsitzender Rolf Syassen. Der Bedarf ist ermittelt, nun müssen Möglichkeiten der Finanzierung geprüft werden. Ein Sponsoring kommt ebenso in Betracht wie die Beteiligung des Kreises als Betreiber der Gesamtschule. Das zweite große Ziel ist die Kostenfreiheit der Kindergartenplätze. Die SPD ist hier ganz klar der Meinung, dass Bildung bereits im Kindergarten anfängt. „Und die Chancen auf Bildung muss für alle Kinder gleich sein“, so Syassen. Die Fraktion will das Land ins Boot holen, weil Bildung eben auch Landessache ist. Die Sicherheit in Borgholzhausen ist der dritte große Punkt. In der Vergangenheit hat es in Pium vermehrt Einbrüche gegeben; dass die Bürgerinnen und Bürger Angst haben, ist bei den Sozialdemokraten angekommen. „Die Polizei braucht mehr Personal, um mehr Sicherheit in Pium gewährleisten zu können“, sagte Syassen. Zivilstreifen hält die Fraktion für deutlich sinnvoller, als die nun wieder ins Leben gerufene Reiterstaffel. Im Zusammenhang mit den Zielen für 2009 war natürlich auch der Haushalt Thema der Fraktionssitzung im Landgasthof Potthoff. Die SPD steht vor allem hinter Investitionen, bei denen sich die Kosten amortisieren.

 

 

 

 

In erster Linie zu nennen ist hier die energetische Sanierung des Rathauses (Investitionsvolumen rund 750 000 Euro) und der Sporthalle an der Gräfin-Maria- Bertha-Grundschule (300 000 Euro). Hierfür sollen vor allem die Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung eingesetzt werden. Die Piumer SPD befürwortet auch die Holzhackschnitzel-Heizungsanlage für die fünf städtischen Gebäude. „Hier müssen wir Gas geben, weil die alten Anlagen akut sanierungsbedürftig sind“, betonte Dirk Speckmann. Die Ortsdurchfahrt mit einem Investitionsvolumen von einer Million Euro für Radwege und Bürgersteige ist ein weiterer großer Posten im Haushalt 2009. Die Sozialdemokraten, die bereits in den neunziger Jahren einen entsprechenden Antrag stellten, sind froh, dass die Ortsdurchfahrt nun endlich von Grund auf saniert wird. Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung ist erst für 2010 geplant. Nach Ansicht der SPD soll sie jedoch bereits in diesem Jahr durchgeführt werden. „Je eher wir erneuern, desto eher sparen wir Energie ein“, sagte Dirk Speckmann. Der Rückblick zeigte, dass viele von der SPD angeregte und durchgesetzte Projekte gut angelaufen sind und inzwischen Erfolgsgeschichte schreiben. Dazu gehören vor allem das Familienzentrum, die Muse- Projekte und die offene Ganztagsschule. Um die Arbeit des Familienzentrums zu unterstützen, wollen die Fraktionsmitglieder die Sitzungsgelder aus 2008 an die Tafel spenden. Diese jährliche Spende der Sitzungsgelder hat inzwischen eine 13-jährige Tradition und macht eine Gesamtsumme von 20 000 Euro aus. Unterstützt werden vor allem soziale Projekte.

 

Quelle Lokalnachrichten: Haller Kreisblatt